Trad. chinesische Medizin  

Wir besitzen in Deutschland eine der höchsten Arztdichten der Welt, eine medizinische Hochtechnologie und Kosten im Gesundheitswesen von mehreren hundert Milliarden € pro Jahr. Dennoch kommen wir an der Tatsache nicht vorbei, dass mehr als 10% der Bundesbürger an chronischen und damit nicht heilbaren Krankheiten leiden, z.B. Zuckerkrankheit (Diabetes), Rheuma, Asthma, Allergien, um nur einige zu nennen. Trotz all ihrer spektakulären Erfolge stößt unsere naturwissenschaftlich orientierte Medizin hier an ihre Grenzen. Vielleicht liegt es daran, dass wir Krankheit zu gern als „mechanische Panne“ auffassen, die zu einer Reparatur Anlass gibt. Umwelteinflüsse, Abhängigkeiten von Körper und Geist passen nur schlecht in dieses mechanistische Konzept. Die Traditionelle Chinesische Medizin betrachtet Gesundheit als einen Zustand dynamischer Ausgeglichenheit, wo nicht Messbarkeit nach naturwissenschaftlichen Kriterien gefragt ist, sondern die qualitative Beurteilung eines Gleichgewichts der verschiedenen Körperfunktionen, die sämtliche Aspekte des Menschen umfasst. Also eine im besten Sinn ganzheitliche Betrachtungsweise!

elementeEs liegt auf der Hand, dass als Grundlage dieser Medizin ein theoretisches Konzept bestehen muss, das sich von unserem westlichen wesentlich unterscheidet. Die Ganzheit des Menschen beruht nach chinesischer Vorstellung auf der harmonischen Verbindung von Yin und Yang. Der Körper selbst mit seinen Organen und Geweben (Yin) und seine aktiven Funktionen wie Bewegung, Emotionen, Verdauung etc. (Yang) bilden eine unauslöschliche Einheit. Zudem ist der Mensch rhythmischen Prozessen (Tages- oder Jahresablauf) unterworfen, die als Wandlungsphasen (Elemente) bezeichnet werden. Jeder dieser Wandlungsphasen lassen sich Funktionskreise (Organe) zuordnen, die für die verschiedenen Körperfunktionen verantwortlich sind. Innerhalb des Körpers gibt es einen Fluss von „Lebensenergie“ (=Qi), der für die Gesundheit verantwortlich ist. Störungen dieses Energieflusses führen zu Krankheitssymptomen.

Aufgrund der unterschiedlichen Medizintheorie können natürlich „westliche“ Krankheitsbilder für sich gesehen nicht mit  Traditionell chinesischer Medizin behandelt werden. Zunächst muss eine „chinesische“  Diagnose gestellt werden. Diese berücksichtigt alle aktuellen und vergangenen psychischen, organischen und emotionalen Symptome eines Patienten. Eine besondere Form der Pulstastung und die Zungenbetrachtung ergänzen und objektivieren den erhobenen Befund.

Die Akupunktur ist sicher die bekannteste und wohl spektakulärste Behandlungsform der Traditionell Chinesischen Medizin. Darüber hinaus besitzen die Chinesen aber auch eine ausgefeilte Arzneilehre, die vor allem bei  langwierigen Krankheiten erfolgreich eingesetzt werden kann und in China selbst einen wesentlich höheren Anteil an Medizinbehandlungen ausmacht als die Akupunktur. Die allgemeine Gesundheitsfürsorge mit Atem- und Bewegungsübungen (QiGong und TaiQi) besitzt eine erhebliche Bedeutung für die Bevölkerung und wird täglich geübt. Eine spezielle Ernährungslehre basiert für Gesunde wie Kranke auf den gleichen theoretischen Prinzipien wie Kräutermedizin und Akupunktur. Für Erkrankungen vor allem des Bewegungsapparates stehen spezielle manuelle Techniken (Tuina Massage)  zur Verfügung. Aufgrund der umfassenden Medizintheorie gibt es keine Behandlungseinschränkungen für bestimmte Erkrankungen, wenngleich hier in Europa die häufigsten Behandlungsgründe Schmerzen vorzugsweise bei degenerativen Knochen- und Gelenkerkrankungen und den Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule sind. Aber auch bei Nervenschmerzen (Polyneuropathie), Tinnitus (Ohrgeräusch), Allergien, Asthma, Neurodermitis, entzündlichen Darmerkrankungen, Nervosität, Schlafstörungen und insbesondere Migräne sind verblüffende Erfolge zu verzeichnen. Die wenigsten wissen, dass sich auch bei Augenerkrankungen wie grünem und grauem Star, Makuladegeneration, diabetischer Netzhautveränderung und dem sogenannten „roten Auge“ einschneidende Verbesserungen der Befindlichkeit und des Sehvermögens erzielen lassen. Hier hat sich die enge Kooperation mit Augenärzten hervorragend bewährt.

Angesichts des ganzheitlichen Behandlungskonzepts liegt es auf der Hand, dass für jeden Patienten eine gesonderte, individuell angepasste Therapie erstellt wird.

 
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Facharzt für Chirurgie
Viszeral-, Unfallchirurgie
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Akupunktur, Amb. OP

 

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Dr. med. Frank Bröhl
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